Vegane Ernährung - Was bedeutet vegan sein?

Sarah Di. 25 Okt.

Wichtige Kernpunkte

  • Vegan: Die Definition
    Beim Veganismus verzichtet man komplett auf tierische Produkte.
  • Unterschied vegan und vegetarisch
    Vegetarier können auch Essen wie Käse, Milch und Honig zu sich nehmen, da sie in der Regel nur auf Fleisch und Fisch verzichten.
  • Vegane Produkte
    Es gibt eine Vielzahl an Alternativen zu Fleisch, Eiern, Käse, Milch und Fisch. Dazu gehören Pflanzenmilch, vegane Aufstriche und Aufschnitte als auch vegane Fleisch- und Fischprodukte.
  • Ist die vegane Ernährung gesund?
    Die vegane Ernährung hilft dabei, sich ausgewogen zu ernähren. Zudem kann die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten wie Diabetes minimiert werden.

Veganismus - Ein Trend? Die Tatsache, dass immer mehr Menschen vegan leben und auch vegan essen bedeutet, dass es sich nicht um einen simplen Trend handelt. Es geht hier um einen Lebensstil, der bewusst gelebt wird. Die Gründe, warum man sich für den Veganismus entscheidet, sind auch unterschiedlich:

  • Moralische und ethische Vorstellungen
  • Intoleranzen gegen bestimmten Lebensmitteln
  • als auch ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt

können ein Grund sein, sich für einen veganen Lebensstil zu entscheiden. Mit dem vegan sein kommen aber auch einige Fragen auf: Was ist eine vegane Ernährung? Ernährt man sich als Veganer nicht unausgeglichen? Fehlen bei der veganen Ernährung denn nicht die Proteine? All das und mehr werden wir Dir in diesem Beitrag und unseren Kochkursen näher erklären. Und wer weiß: Vielleicht ist die vegane Ernährung ja auch etwas für Dich. Wenn Du sonst gerne nachhaltiger leben aber nicht komplett auf tierische Produkte verzichten möchtest, wäre vielleicht auch Saisonales Kochen oder die Zero Waste Küche für Dich geeignet.

Was heißt vegan sein?

Quinoa Salat zur veganen Ernährung

Vegan zu sein bedeutet, keine tierischen Produkte wie zum Beispiel Fleisch, Gelatine, Milch, Eier und Honig zu sich zu nehmen. Aber auch hier gibt es zwischen den Veganern Unterschiede. Denn einige, die vegan leben, passen auch ihren Lebensstil an. Kosmetikprodukte, Putzmittel und Kleidung - all das sollte keinen tierischen Ursprung besitzen oder an Tieren getestet worden sein. Es geht laut der Vegan Definition darum, tierfreie Alternativen zugunsten von Menschen, Tieren und der Umwelt zu finden.

Geschichte des Veganismus

Die vegane Ernährung hat in unserer Historie schon immer eine tragende Rolle gespielt. Religiöse, moralische, politische und gesellschaftliche Gründe haben dazu beigetragen. Es gibt das Konzept des Vegetarismus schon seit dem 8. Jahrhundert vor Christus, welcher im Wesentlichen auf indischen Kulturen zurückzuführen ist.

Der Begriff “vegan” existiert jedoch erst seit 1944 und besteht aus dem Anfang und Ende des englischen Begriffs “vegetarian.” Das Wort geht auf die gemeinnützige Organisation Vegan Society of England und dessen Mitbegründer Donald Watson zurück.

Was ist der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch?

Vegetarier, die kein Fleisch und kein Fisch zu sich nehmen unterscheiden sich von Menschen, die vegan leben darin, dass sie trotzdem tierische Produkte wie Eier, Honig und Milch konsumieren können. Veganer hingegen verzichten komplett auf alles, was einen tierischen Ursprung hat. Beim “Kochkurs in Düsseldorf: Vegane und vegetarische Küche” wirst Du nochmals genauer lernen, worin die Unterschiede im Veganismus und Vegetarismus liegen.

Was isst man bei einer veganen Ernährung?

Vegan essen mit Obst

Konträr zu dem Gedanken, dass eine vegane Ernährung das, was man überhaupt essen kann, stark einschränkt, wollen wir Dir zeigen, dass Du auch mit einem veganen Lebensstil alle nötigen Proteine und Vitamine zu Dir nehmen kannst. Denn die meisten rein pflanzlichen Lebensmittel sind vegan.

Vegane Lebensmittel

  • Gemüse und Obst: Diese Lebensmittel sind wichtig für die Vitamine und auch ein wichtiger Lieferant für Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.
  • Hülsenfrüchte: Dazu gehören Linsen, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen und Lupinen. Hülsenfrüchte sind für die vegane Ernährung sehr wichtig, um Proteine zu erhalten.
  • Vollkorn und Getreide: Hafer, Roggen, Dinkel, Weizen, Gerste, Hirse, Reis als auch Quinoa, Amarant und Buchweizen sorgen dafür, dass Du alle nötigen Kohlenhydrate und Ballaststoffe zu Dir nimmst.
  • Nüsse und Samen: Mit Leinsamen, Walnüssen, Mandeln und Hanfsamen konsumierst Du gesunde Fette.

Vegan sein bedeutet also nicht, dass Du Dich nur von Salat ernährst. Unser veganer Kochkurs in Berlin wird Dir zeigen, dass Pizza, Burger und Döner auch vegan zubereitet werden können. Zudem hat sich durch die Beliebtheit des Veganismus einiges in den Supermärkten getan. Es gibt nun auch Alternativprodukte, die in der Regel genauso gut schmecken und ohne schlechtes Gewissen genossen werden können. Es gibt veganen Joghurt, vegane Chicken Nuggets, vegane Schokolade oder auch vegane Chips - Vegan essen ist also nicht schwer.

Vegane Alternativen zu tierischen Produkten
Vegane Alternativen für KuhmilchVegane Alternativen für Aufschnitte und AufstricheVegane Alternativen für Fleisch
HafermilchHummusTofu
SojamilchBaba GanoushTempeh
MandelmilchVeganer AufschnittSeitan
ReismilchVeganer KäseLupine

Eine vegane Ernährung kann also auch sehr vielseitig sein. Und das Beste ist: Du kannst damit leckere Gerichte entdecken, die Du davor vielleicht gar nicht beachtet hättest.

Ist eine vegane Ernährung gesund?

Bei der veganen Ernährung ist es wichtig, dass Du alle wichtigen Nährstoffe zu Dir nimmst, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Wenn Du Dich an den Veganismus herantasten möchtest, dann solltest Du alles, was Du kochst, gut planen, damit Du Dich auch ausgewogen ernährst. Wir zeigen Dir die wichtigen Nährstoffe auf, die Du als Veganer zu Dir nehmen solltest.

Bowl mit Salat und Tofu

Vitamin B₁₂

Wenn Du Dich vegan ernährst, solltest Du darauf achten, genügend Vitamin B₁₂ zu Dir zu nehmen. Das kannst Du mit Nahrungsergänzungsmitteln ganz leicht lösen.

Calcium

Grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Nüsse, Samen und Rosinen können den Calciumbedarf abdecken. Produkte wie Hafermilch und Mandelmilch weisen in der Regel auch Calcium vor.

Eisen

Da Du als Veganer kein Fleisch zu Dir nimmst, ist es wichtig, Wege zu finden, Eisen anderweitig aufzunehmen. Dabei können rote Linsen, Sesam, Kidneybohnen und Amaranth helfen.

Welche Nachteile hat die vegane Ernährung?

Die vegane Ernährung bringt ziemlich wenige Nachteile mit sich. Es kann sein, dass Du Dich beim Kochen am Anfang etwas umstellen musst, jedoch klappt das mit etwas Zeit und Übung. Ein größeres Problem ist das auswärtige Essen und Trinken in Restaurants, Cafés und Bistros. Dort ist es meist schwieriger, an Hafermilch oder einen veganen Burger zu kommen. Wenn Du also irgendwo essen gehen möchtest, solltest Du Dir davor genau die Speisekarte ansehen.

Was sind die Vorteile der veganen Ernährung?

Ein großer Vorteil am vegan sein ist, dass Du damit viele Tiere vor einem Leben voller Leid retten kannst. Denn die Tierhaltung ist leider häufig immer noch nicht gerecht gestaltet. Zudem kannst Du mit einer veganen Ernährung Deinen ökologischen Fußabdruck minimieren, da die Produktion von Fleisch mit die größte Verantwortung für den hohen CO₂ Ausstoß hat.

Menschen, die vegan leben, setzen sich in der Regel auch bewusster mit der Ernährung auseinander, was einer gesunden Ernährungsform sehr helfen kann. Mit dem Verzicht auf tierische Produkte kannst Du auch das Risiko von Diabetes minimieren, da tierische Produkte oft die Hauptursache für diese Krankheit darstellen.

Vegan leben - Veganismus ist leichter als man denkt

Vegan zu sein ist gar nicht so schwer, wie man vielleicht anfangs denkt. Eine vegane Ernährung bringt durchaus einige Vorteile, da Du Dich bewusster mit dem Essen auseinandersetzt. Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass alle Veganer gesünder leben als Nicht-Veganer. Der ständige Konsum von Fertig-Produkten, auch wenn sie pflanzlicher Natur sind, ist auch nicht für die Gesundheit wohltuend.

Wichtig ist, dass man sich Gedanken darüber macht, was man mit dem eigenen Konsum auslöst und ob dadurch negative Auswirkungen entstehen. Das heißt also nicht, dass Du Dich komplett auf eine vegane Ernährung einstellst und komplett auf Tierprodukte verzichtest. Es geht eher darum, die Dinge in Maßen zu genießen - der Umwelt, den Tieren und sich selbst zuliebe.