Farben mischen

Farben mischen

ArtNight
Das Wichtigste in Kürze - Farben mischen:
  • Farben mischen lernen ist leichter als gedacht: Du brauchst nur wenige Grundtöne, um eine riesige Farbvielfalt zu erschaffen.
  • Die Farblehre und der Farbkreis helfen Dir dabei, harmonische Töne zu kreieren und Fehler zu vermeiden.
  • Mit dieser Anleitung zum Farben mischen verstehst Du Schritt für Schritt, wie Primär-, Sekundär- und getrübte Farben funktionieren.
  • Farben mischen lernen bei ArtNight und das in über 60 Städten Deutschlands.

Wenn Du Farben mischst, entsteht aus wenigen Grundfarben eine große Vielfalt an Farbtönen. Damit das zuverlässig funktioniert, ist es wichtig zu verstehen, wie Farben aufgebaut sind und wie sie miteinander reagieren. In diesem Artikel erfährst Du Schritt für Schritt die wichtigsten Grundlagen. Von den Primärfarben über den Farbkreis bis hin zu getrübten Farben.

Was ergibt welche Farbe? Die Primärfarben

Die Basis jeder Farbmischung bilden die Primärfarben. Sie werden auch Grundfarben genannt, weil Du sie nicht aus anderen Farben mischen kannst. Das Farben mischen mit Grundfarben ist der absolute Kern der Malerei.

In der Malerei sind das:

  • Cyan
  • Gelb
  • Magenta

Wenn Du zwei dieser Primärfarben mischen möchtest, entstehen Sekundärfarben.

Eine wichtige Regel beim mischen:

Primärfarbe und Primärfarbe zu gleichen Teilen ergibt immer eine klare Sekundärfarbe.

Diese Mischungen bilden die Grundlage für alle weiteren Farbtöne.

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Der Farbkreis: Orientierung für Farbmischungen

Der Farbkreis zeigt Dir, wie Farben miteinander zusammenhängen. Das Farben mischen im Farbkreis hilft Dir zu verstehen:

  • welche Farben sich gut mischen lassen
  • wie Du neue Farbtöne erzeugst
  • welche Farben sich gegenseitig ergänzen oder neutralisieren

Farbkreis mit verschiedenen Farben.

Im Farbkreis stehen die Primärfarben Cyan, Gelb und Magenta an drei festen Positionen. Zwischen ihnen liegen die Sekundärfarben und viele weitere Abstufungen. Mischst Du eine Primärfarbe mit einer Sekundärfarbe, entsteht übrigens eine sogenannte Tertiärfarbe.

Beispiele für Mischungen im Farbkreis:

  • Cyan + Gelb = Grün
  • mehr Gelb → ergibt Gelbgrün (auch wenn Du direkt Gelb und Grün mischen würdest, erhältst Du ein helles Gelbgrün)
  • mehr Cyan → ergibt Blaugrün
  • Cyan + Magenta = Violett

Wenn wir Magenta und Cyan mischen, erhalten wir ein klares Violett.

  • mehr Magenta → ergibt Rotviolett
  • mehr Cyan → ergibt Blauviolett (Ultramarin)
  • Magenta + Gelb = Orange
  • mehr Gelb → ergibt Gelborange
  • mehr Magenta → ergibt Rotorange

Der Farbkreis zeigt Dir außerdem, welche Farben nebeneinander liegen (gut für leuchtende Mischungen) und welche sich gegenüberliegen (Komplementärfarben).

Wie mischst Du Farben richtig?

Beim Farben mischen solltest Du am besten strategisch vorgehen.

Eine wichtige Grundregel lautet: Beginne immer mit der schwächeren, helleren Farbe.

Warum? Helle Farben lassen sich leichter abdunkeln. Wenn Du mit der dunklen Farbe beginnst, brauchst Du später sehr viel helle Farbe, um den Ton wieder aufzuhellen.

Beispiel: Hellgrau mischen

Richtige Methode:

  • Mit Weiß beginnen
  • Ganz wenig Schwarz hinzufügen → Ergebnis: kontrolliertes Hellgrau

Ungünstige Methode:

  • Mit Schwarz beginnen
  • Sehr viel Weiß hinzufügen → Du verbrauchst unnötig viel Farbe

Komplementärfarben bewusst einsetzen

Komplementärfarben sind Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Sie eignen sich, um eine Farbe zu ergrauen oder erdiger wirken zu lassen. Wenn Du zum Beispiel Rot und Grün mischen würdest, nimmst Du beiden Tönen die Strahlkraft und erzeugst einen bräunlichen, neutralen Ton. Wenn Du sie jedoch unabsichtlich mischst, verliert die Farbe schnell ihre Leuchtkraft. Für leuchtende Farben solltest Du daher nur Farben mischen, die im Farbkreis nebeneinander liegen.

Ein sinnvolles Vorgehen ist:

  1. Erst den gewünschten Farbton aus Primärfarben mischen.
  2. Dann mit der Komplementärfarbe vorsichtig ergrauen, bis der Tonwert stimmt.

Was sind getrübte Farben?

Getrübte Farben (auch gebrochene Farben) sind Farbtöne, deren Leuchtkraft reduziert wurde.

Sie wirken:

  • Ruhiger
  • Natürlicher
  • grauer

Es gibt zwei Möglichkeiten, Farben zu trüben:

1. Mit Weiß oder Schwarz

  • Weiß hellt auf
  • Schwarz dunkelt ab und erzeugt einen Graueffekt, kann die Farbe aber auch etwas matt wirken lassen.

2. Mit der Komplementärfarbe:

Das ist oft die natürlichere Methode. Beispiel: Grün kann mit einem Hauch Rot getrübt werden. Das wirkt harmonischer als das Abdunkeln mit Schwarz.

Wichtig: → immer in kleinen Mengen arbeiten → Schritt für Schritt trüben Diese Technik eignet sich besonders für:

  • Landschaften
  • Erdtöne
  • Pflanzen
  • Realistische Malerei

Welche Farben kannst Du nicht mischen?

Die einzigen Farben, die Du nicht aus anderen Farben herstellen kannst, sind die Primärfarben:

  • Cyan
  • Magenta
  • Gelb

Alle anderen Farbtöne entstehen aus der Mischung dieser drei Farben.

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Beispiele für typische Farbmischungen

Hier ist eine praktische Tabelle zum Farben mischen (Übersicht) für Dich:

  • Primärfarben: Cyan, Gelb, Magenta
  • Sekundärfarben: Orange, Violett, Grün
  • Neutralgrau: → Mischung aus Umbra gebrannt und Ultramarinblau
  • Grautöne: → Mischung aus Weiß und Schwarz

Farbtabelle mit verschiedenen Farben.

Du kannst diese Techniken wunderbar bei einer ArtNight anwenden und zudem professionell angeleitet werden. Es geht nicht darum, einen perfekten Ton zu ermischen, sondern ein Gefühl dafür zu bekommen und Spaß beim Malen zu haben.

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